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Brille und Dichten

Autorenbild: Lutz C Meier
Lutz C Meier
vor 4 Minuten
1 Min. Lesezeit

Eingeschränkte Sicht,

ist förderlich fürs Dichten

nicht.

Erst als ich eine Brille bekam,

fing bei mir das Dichten an.

Nicht nur, weil man klug aussah,

sondern die Welt war plötzlich klar.

Der Zauber der Welt vor meinen Augen lag.

Aus dem Durchnittsabiturienten

wurde ein Dichter.

Auf einmal war die Phantasie,

die geschlummert hatte, da.

Sprache wurde nun wichtiger als das, was

ich sah.

Sprache wurde im Studium zu einem

Weltenmaß.

Sprache öffnete die Welt und ich

wurde zum verständigen Held.

Dann war die Sprache weg und auch das Denken

und die Phantasie.

Zu sagen hatte ich nicht mehr viel.

Durch ein Medikament aus der Starre erwacht,

war nun Wahrheit

und nicht die Sprache mein Maß.

 
 
 

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