top of page

Göttliches

  • Autorenbild: Lutz C Meier
    Lutz C Meier
  • 19. Jan. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Es gibt den Gott der Kirche, der Religion und das philosophisch Göttliche. Die Schrift gehört dabei auch zur Kirche, als Ritual. Wenn aus dem Ritual ein System wird, kann aus dem im Prinzip zumeist Guten der Schrift etwas Böses werden, dann, wenn zum Beispiel, wenn sich die Religionen bekämpfen. Aus dem Ritual (Schrift und Kirche) kann als System auch ein Unterdrückungsinstrument werden und eine gelebte Scheinheiligkeit, wenn man in Gewissheit oder Namen der Kirche handelt und spricht und die Messlatte ein guter Mensch zu sein immer zu hoch liegt.

Ungeachtet der Falschheit der Kirche und der Brutalität und Menschenverachtung der Religion, kommt jeder Mensch, der sich mit dem eigenen Tod befasst und das ästhetisch-sorglose Dasein überwunden hat, zu der Frage der Philosophie: "Gibt etwas Göttliches" und muss diese mit "Ja" oder "Nein" beantworten. Auch der Nichtglaube ist also mithin eine Form des Glaubens. Dass es etwas Göttliches gibt halte ich für die wahrscheinlichere Variante, als dass man sagt: Die Welt, der Kosmos, das ganze Universum ist ohne Sinn.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Schnee III

Da es draußen schneit, schneit auch das Bewusstsein ein, trübt sich ein. Dunkelheit wird mit Helligkeit aufgewogen. Der Geist fällt entzwei, gesund und krank, geben sich die Hand.

 
 
 
Schnee II

Schnee ist wie das Internet: Spuren zu hinterlassen, wo keine sind. Und wo viele Spuren sind, da ist ein plattgetretener Weg.

 
 
 
Dschungel

Zur Sendung von "ich bin ein Star, holt mich hier raus!". Das fällt mir nur Adorno zu ein: Wer zusieht, ist einverstanden!

 
 
 

Kommentare


bottom of page