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Ostergedanken 2026

  • Autorenbild: Lutz C Meier
    Lutz C Meier
  • 3. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Im Prinzip sind wir alle ein wenig gläubig. Warum brechen wir die religiösen Strukturen nicht auf, in denen wir leben? Warum sind Weihnachten und Ostern selbst den Kapitalismus unterbrechende Strukturen? Weil der Mensch im Kapitalismus mal eine Verschnaufpause braucht? Wir glauben schließlich alle an die Arbeit, die wiederum Langeweile gebiert und diese Langeweile an Ostern wird auf RTL gnadenlos mit Unterhaltung zugedeckt. Aber die Strukturen, die wir aufrechterhalten, sind nur ein kleineres Indiz. Gewichtiger ist die Tatsache, dass wenn's es hart auf auf hart kommt, wenn wir existenziell betroffen sind, uns hilfesuchend an Gott wenden. Das blödeste Tik-Tik-Video, in der sich eine Frau natürlich verdeckt nackt macht, ist von "O my god"-Rufen begleitet. Und selbst die profanste Trauerfeier endet in einem "Vater unser". Auch im Fußball wird der Fußballgott beschworen und der Fußballer sucht, da es hart auf hart kommt, nach göttlichem Beistand, schaut flehend nach oben, zum Stadiondach? Wenn es existenziell wird, wenn wir an Krebs erkranken oder eine andere schlimme Krankheit uns heimsucht, wir richten die Augen nach oben, zu Gott. "We build ower own religion". Wir schaffen uns außerdem Sinn in einem quasi-religiösen Sinne. Ohne Religion sein und sei es nur sinnhaft, kommen wir nicht aus. Jeder hat so seine eigene Sinnstruktur: ich bin auf den Hund gekommen, früher war es Funk und Literatur. Für irgendetwas schlägt Dein Herz und wenn es lebensbedrohlich wird, ist es das Herz Gottes.

 
 
 

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