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Sachsen halt an

  • Autorenbild: Lutz C Meier
    Lutz C Meier
  • vor 18 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Ich war trotz der Vorwarnungen schockiert am Wahlabend ein derartig niederschmetterndes Ergebnis, den haushohen Wahrzuspruch für die Afd erleben zu müssen. Hier stimmt das abgenutztes Kafkawort von der Sonne über deren Untergang man erschrickt, obwohl man weiß, dass sie untergehen wird. Ich glaube der Sachzusammenhang ist ganz einfach, wenn man den aufgewirbelten Staub sacken lässt. Dann wird sichtbar, dass man rechts, ultrarechst wählt, weil man sich einer weltkatastrophischen-unruhigen Lage entgegensieht. Man vertraut nicht auf diejenigen, die für Werte stehen und ein stückweit Moral dem Kapitalismus entgegensetzen (besonders durch die SPD). Man glaubt, dass der Kapitalismus etc. nur von einem unmoralischen Standpunkt aus so regierbar ist, dass die Wirtschaft gedeiht. Man kann sich den Moralismus angeblich nicht mehr leisten und glaubt in dieser Stimmungslage nicht, dass, dass die Sache sich zum Guten wenden würde. Böse Zeiten erfordern böse Menschen, die nicht moralisierend vorgehen, sondern (scheinbar) pragmatisch.

 
 
 

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