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Sonntagstristesse

  • Autorenbild: Lutz C Meier
    Lutz C Meier
  • 19. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Die Menschen schlafen morgens aus

Die Autos parken, Auto an Auto, vor dem Haus.

Die Monade in seiner Hutschachtel steht endlich auf.

Der Haushalt ist auch am Sonntag,

ein notwendiger Graus.

Manchmal um 9Uhr auf 3sat

taucht Intelligenz

am Horizont auf.

Für viele die einzige Gelegenheit zur Besinnung.

Nach der Wäsche ist vor dem Mittagsessen.

Zum Schreiben hinsetzen, aus Routine,

das schaffen nur die wenigsten.

Langweilig ist´s. Die Zeit will nicht vergehen.

Die Welt dreht sich nur weiter, im Fernsehgeschehen.

Ein wenig Sport schauen, das schafft Sinn,

wo ich sonntags ohne Arbeit bin.

In den Tag treibe ich so dahin.

Abends, ein Tatort.

Bald lege ich mich hin.

Auf den Sonntag haben wir lang gewartet

Endlich Zeit mit dem Kind.

Die Zeit kriecht weiter,

keinen Halt findend,

rutscht sie in den Montag hin,

an dem endlich wieder die Zeit vergeht,

die nächste Woche im Sinn.

Wie von einer Welle mitgezogen,

in der Hoffnung,

dass es bald wieder Wochenend´ ist.


 
 
 

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