top of page

Anschlag beim CSD: Das Polster der Toleranz schmilzt

  • Autorenbild: Lutz C Meier
    Lutz C Meier
  • vor 2 Minuten
  • 1 Min. Lesezeit

Das Polster der Toleranz schmilzt wie das Eis an den Polen. Der Kredit der Moralität und sein stetiger Zuwachs, wie von Hegel prätendiert, scheint aufgebraucht. Die Firnis der Zivilisation ist dünn und wir erleben die sonderbare Vorstellung, dass wir angesichts einer weltkatastrophischen Stimmung uns das Moralische (das Toleranz und Rationalität implizieren sollte), nicht mehr leisten könnten. Der Anschlag in bei CSD in Berlin und die hämischen Netzkommentare dazu zeigen auch: Wir sind längst nicht so aufgeklärt, wie es unsere Zivilisation suggeriert. Wie ein Eiterpickel bricht das Archaische in uns auf. Lange hat die Menschheit ihre dunkle Seite vergessen, die nun bei abnehmenden Licht der Aufklärung hervorbricht.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Wenn ich etwas ess'

Wenn ich etwas ess`, sehe ich die Butter nicht. Der Andere ist es, den ich vergess', wenn ich etwas ess.

 
 
 
Trübsinn am Morgen

Der Weg zu den Gedanken ist geöffnet. Doch sie bleiben wie Muscheln am Riff kleben. Die Haube ist mir genommen, dennoch sehe ich nur verschwommen. Bruchstückhaft tönt fern in mir ein Lied. Hinter der

 
 
 
Verse des DJs

Die Verse des DJs sind der Groove tanzbarer Musik. Die coole, übergangslose Mischung der Tracks sind seine Reime. Das ist die Poesie des DJ. Auch das Bewusstsein folgt diesem Prinzip. God ist a DJ. Do

 
 
 

Kommentare


bottom of page