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Warum nimmt das Ausmaß an Silvesterknallen zu?
Warum nimmt das Ausmaß an Silvesterknallerei zu? Ist es deshalb immer zerstörischer und aggressiver, weil Drogen und Alkohol im Spiel sind? Tobt sich hier ein unterdrücktes Freund/Feindverhältnis aus, wie im Nahostkonflikt? Grundlegend ist wohl eine Ohnmacht, die sich in Macht verwandelt. Diese Ohnmacht ist vielfältig: einmal resultiert sie aus einer sexuellen Distanz-Ohnmacht, die sich hier entlädt. Es ist aber auch eine Ohnmacht der weltpolitischen Lage wirksam sowie die Ta
Lutz C Meier
31. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Zwischen den Jahren
Vereinzelt fallen Schüsse. Hunde im Jagdfieber, bellen jetzt lauter, als sonst. Atemstille herrscht. Es tröpfelt schon ein wenig, im Stollen, bevor es kracht.
Lutz C Meier
30. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Cool: Uglyboots
Uglyboots: Coolness überstrahlt Schönheit. Warum? Antwort: Da man ein Kleidungsstück wieder von der Funktion her betrachtet. Im Zeitalter des Konsums tauscht man den Zustand des Konsums und seiner Beliebigkeit in einen Zustand der Notwendigkeit ein. Das ist wohl auch der tiefergehende Grund, warum klassische Marken so beliebt sind: Verwandlung von Beliebigkeit in Notwendigkeit: "Reduktion von Komplexität."
Lutz C Meier
30. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Hinüberretten
Es gilt den Verstand in ein Buchtext hinüberzuretten, wie einen Krug Wasser, ohne Inhalt zu verlieren auf dem Weg des Transportes hinüber zu balancieren.
Lutz C Meier
28. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Nach Weihnachten
Wie nach einer rauschenden Ballnacht liegt die Siedlung im Frost eingefroren da in der Stille und schläft. Sie möchte nicht aufwachen. Der Traum war so schön. Noch mal will sie sich umdrehen und weiterschlummern.
Lutz C Meier
27. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Phänomenologie des Bewusstseins
Es gibt vier Bewusstseinsmodi: ein Übergangsbewusstsein, ein Denkbewusstsein, ein strömendes Bewusstsein (alternierend bestehend aus einem Lied und sprachlichen Formulierungen und fortgesetzten Reflexionen und unbestimmten Gedanken) und ein Empfindungs- und Gefühlsbewusstsein, die jeweils in den Vordergrund treten, wie Sänger aus einem Chor, deren Gesangspart gekommen ist, einen Schritt aus der Sängerschar hervortreten, um sich danach wieder in die Gruppe einzugliedern.
Lutz C Meier
24. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Verflüssigung der Sprache
Wenn man die Begriffe der Sprache nicht immer wieder verflüssigt, vertrocknet sie in der Wüste der Wiederholung.
Lutz C Meier
18. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Angst vor dem Sozialen
Vor der sozialen Begegnung: Zahnschmerzen, Kopfweh, Sorge ums Zuwenig. Danach: Er hat gar nicht gebohrt. Die Kopfschmerzen waren sofort fort. Vor dem Sprung ins Wasser, wissen wir nicht, ob wir noch schwimmen können. Dann geht es (zumeist) wie von selbst.
Lutz C Meier
17. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Tageseile
Wir laufen dem Tag hinterher, an Häuserschluchten vorbei, eilt er voraus; zwischenzeitlich schauen wir in ein Schaufenster. Dann müssen wir wieder los, verfolgen den Tag wie ein Geneppter den Taschendieb. Nachts erlöst uns der Schlaf, die Zeitdiebhetze löst sich auf. Am nächsten Morgen ist er wieder obenauf. Und es beginnt von vorn: der Tageslauf.
Lutz C Meier
15. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Natur am Sonntag
Die Glocken läuten ein Gänsschwarm zieht vorüber, ein Reiher schreit. Nur die Menschen schauen fern, sind nicht bereit. Es herrscht der Fernsehgott. Die Natur (Stella) springt mir voraus, träumt nicht von einem Haus. Ohne Fernseher und Internet wären die Leute gezwungen aufeinander zuzugehen, Bücher täten es auch. Die Glocken läuten, fallen sich ins Wort. Ohne Gott haben wir hienieden keinen Ort.
Lutz C Meier
14. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Wer den Hund wegzieht...
Wer den Hund wegzieht, desozialisiert ihn. Wie das Beispiel Putin zeigt.
Lutz C Meier
13. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Umkippen
Eine Ethnie kann umkippen wie ein Seeökosystem. Je mehr Dummheit, umso weniger Sauerstoff zum Atmen bleibt.
Lutz C Meier
12. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Wahrheit
Nie sind wir der Wahrheit ferner, wenn wir spotten.
Lutz C Meier
11. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Schein
War es ein Specht, der klopfte oder eine Menschenhand. Die Realität überlagert sich manchmal. Nichts ist wie es scheint.
Lutz C Meier
9. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Kopfzerbrechen
Das Sich-über-andere-den-Kopf-Zerbrechen schimpft sich mitunter Vernunft.
Lutz C Meier
6. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Das Brock-HAUS fällt
Google ist das neue Brockhaus, Instagram das neue Zappen. Chat-Gpt ist der neue Wissenschaftstreber und Schriftsteller ohne Gefühl. Das Brock-Haus fällt immer mehr auseinander, man bleibt nicht mehr bei einem Sender kurz stehen, sondern labt sich am sensationell Doofen, einem Prank, zeigt unmögliches, mit einem Wort, führt aus dem alltäglichen Allerlei mit Humor heraus. Es ist eine stilisierte Welt, der wir genauso wenig glauben schenken wie der Bildzeitung. Immer tiefer ve
Lutz C Meier
2. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Kopfhörer
Der Kopfhörer ist wie ein Raucher. Er kommt geistig nicht zu Atem. Er träumt ohne zu sinnen.
Lutz C Meier
30. Nov. 20251 Min. Lesezeit
Gedankenbewegung
Entweder man nimmt einen Gedanken auf, trägt ihn weiter und wälzt ihn oder es kommt zu keinem spezifischen Gedanken und probiert nur hier und da etwas aus, während das Bewusstsein hin-und her springt von einem inneren Lied zu Erinnerungen und halbgaren Bildern im Bewusstseinsstrom. Oder die gedanklichen Beine schneller werdend, kommt es zu einem neuen Gedanken, der sich aus dem Gewimmel an Bedeutungslosigkeit erhebt und so schnell wie er kommt im Bewussteinsstrom nachwirken
Lutz C Meier
28. Nov. 20251 Min. Lesezeit
Kreativität und Ernst
Kreativität geht unter im Alltag wie ein Schiff, von der Woge des tierischen Ernstes verfolgt. Wir müssen "Ernst" sein, wenn wir nicht kreativ sein können.
Lutz C Meier
27. Nov. 20251 Min. Lesezeit
Wer leise spricht...
Wer leise spricht, dem glaubt man nicht.
Lutz C Meier
27. Nov. 20251 Min. Lesezeit
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